Archiv der Kategorie 'PM'

„Hoffentlich lassen es auch unsere Freunde in Grün durchgehen…“*

Wie die Autonome Antifa Freiburg aufdeckte plant die Mühlacker Nazikameradschaft Stallhaus Germania/Furor Teutonicus ein Nazikonzert bei Lomersheim(Mühlacker). Das 10 Jährige Jubiläum der Kameradschaft soll am 22.05.2010 mit einem Open-Air-Konzert auf einem Wiesengrundstück bei Mühlacker-Lomersheim gefeiert werden.

Neben der in Nazikreisen bekannten „Blood&Honour“-Band „Faustrecht“ sollen auch die Naziskinband „Angry Boot Boys“ und die lokale Naziband „Devil’s Project“ auftreten.Organisiert wird das Konzert von Thorsten Glass, einem Mitglied von Stallhaus Germania / Furor Teutonicus.

Die Kameradschaft betreibt ein gleichnamiges Nazizentrum auf dem Gelände des Mühlacker Fliesenlegers Markus Ramthun, dieser beschäftigt in seinem Betrieb auch weitere Nazis der Kameradschaft. Stallhaus Germania/Furor Teutonicus organisierten in den vergangenen Jahren eine Vielzahl ähnlicher Veranstaltungen, zu diesen kamen teilweiße mehrere hundert Nazis aus dem In- und Ausland.

Die Kameradschaft kann dem gewaltätigen Skinheadspektrum zugerechnet werden, mehrmals kam es zu Übergriffen von Mitgliedern der Kameradschaft auf AntifaschistInnen und AusländerInnen mit zum teil Schwerverletzten so z.B. am 4. August 2007 bei einer Privaten Grillfeier in Mühlacker.

In den vergangenen Jahren hatte das „Bündnis gegen Rechts Mühlacker“ immer wieder versucht die Verantwortlichen der Stadt Mühlacker zu drängen, etwas gegen das Nazizentrum zu unternehmen. Dies blieb aber ohne Erfolg. Die Gefahren wurden jahrelang herunter gespielt und ignoriert.

Bisher schwiegen Stadtverwaltung und Polizei und fuhren ein Kooperationsmodell welches den Nazis ihre Konzerte ermöglichte. Damit schienen sowohl die Nazis als auch Stadtverwaltung und Polizei zufrieden zu sein.

    *Aus dem internen Mailverkehr von Thorsten Glass und „Devil’s Project“.
    (1)Kleine Anfrage an den Landtag Thomas Knapp Drucksache 14/4181

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Presseberichte:
TAZ
Stuttgarter Zeitung

Communique der Autonomen Antifa Freiburg

Immer noch Laut gegen Nazis?

Nachdem wir aufgedeckt hatten, dass bei einem Metalkonzert im Kupferdächle das auch Nazibands vertreibende Label „Undercover Records“ einen Verkaufsstand machen sollte, behauptete Daniela Kreiner vom Kupferdächle folgendes: „alert|a“ wolle „bloß gegen das Kupferdächle hetzten“. Ebenso berief sie sich auf die Zusicherung des Konzertveranstalters „Oldschool as fuck“, dass dieses Label keine neonazistische Musik vertreibe. Einige Tage später verbot das Kupferdächle den Verkaufsstand, da sich die Informationen von „Oldschool as fuck“ als falsch herausgestellt hatten. Trotzdem hat sich das Kupferdächle bis heute nicht öffentlich zu „Oldschool as fuck“ geäußert, die die Falschinformationen geliefert hatten. (mehr…)

Pforzheim: Nazipropaganda statt Antirassitisches Engagement

Die jahrelange Praxis des vorauseilenden Gehorsams der öffentlichen Jugendeinrichtungen gegenüber der repressiven städtischen Politik hat einen weiteren traurigen Höhepunkt erreicht. Dem Kulturverein „Kulturschock Pforzheim e.V.“ wurden zwei Konzerte abgesagt, nachdem städtische Vertreter Druck auf die Jugendeinrichtungen ausgeübt hatten.

Die Konzerte, die schon lange geplant und von dem Verein vorbereitet wurden, sollten im Jugendkulturtreff Kupferdächle stattfinden, welches fest zugesagt hatte. Der Stiftungsrat des Kupferdächle untersagte diese Konzerte kurzfristig mit der Begründung, dass vier Wochen„vor und nach dem 23. Februar(Zerstörung Pforzheims 1945) keine Konzerte im Kupferdächle stattfinden dürfen, die sich auf dieses Datum beziehen könnten“.
(mehr…)

PM des Bündnis K&A: Polizei vertuscht und verharmlost Naziangriff

Wie selbst die Polizei gegenüber der PZ berichtete, war diese während des Naziangriffes nicht vor Ort. Dennoch dementiert sie die Aussagen verschiedener AugenzeugInnen, wonach die Neonazis mit Glasflaschen, Knüppel und Pfefferspray die KonzertbesucherInnen angegriffen haben. Dadurch wird der eigentliche Straftatbestand erheblich heruntergespielt. Den Beamten am Tatort wurde mehrmals von unterschiedlichen Augenzeugen mitgeteilt, dass es sich bei einem der Angreifer um Jonathan Stumpf gehandelt habe; dieser ist eindeutig dem „Heidnischen Sturm Pforzheim“ zuzuordnen. Auch andere Täter sind dem HSP zuzuordnen, was die Polizei gegenüber dem Pforzheimer Kurier (Artikel vom 27.10.) leugnete („Bei der Fahndung seien im Umfeld des Kupferdächle dann einige Jugendliche aufgegriffen worden, die sich auch nach den Erkentnissen der Polizei dem rechten Spektrum, aber keinen konkreten Gruppen in dieser Szene zuordnen liessen.“). Während Polizei und Kommunalpolitik die Gefährdung durch Neonazis seit Jahren herunterspielt belegen interne Dokumente des „Heidnischen Sturm Pforzheim“, dass sich diese Organisation bereits in der Vergangenheit damit auseinandergesetzt hat gegen solche Konzerte vorzugehen.
Auch liegen uns neben den Aussagen der AugenzeugInnen, mehrere Dokumente vor, die zeigen, dass mehrere Mitglieder des „Heidnischen Sturms“ an dem Angriff beteiligt waren.
Es scheint, dass die Ermittlungen bisher mit großer Nachlässigkeit geführt wurden. Dass dies nicht unbedingt an fehlenden Kenntnissen der Szene, sondern auch an mangelndem Willen liegen könnte, belegen zahlreiche Vorfälle der Vergangenheit (Belege vorhanden).

Dazu Andreas Fries, Pressesprecher des Bündnis Kritik und Aktion:
„Die Leugnung und Vertuschung organisierter Neonazistrukturen und rechter Gewalt durch die Pforzheimer Polizei und Kommunalpolitik, kann auf eine jahrelange traurige Tradition zurückblicken. Nur durch den Aufschrei engagierter AntifaschistInnen, fundierte Recherchen und eine zu hohe Anzahl an ZeugInnen wurde diesesmal diese übliche Praxis vereitelt. Der Teppich unter den jahrelang gekehrt wurde könnte jetzt aufgerollt werden, wenn der politische Wille vorhanden wäre.“

Belege werden Redaktionen auf Anfrage zur Verfügung gestellt unter:
verteiler-pforzheim@gmx.de

PM: Polizei verharmlost organisierten und bewaffneten Neonaziangriff auf „Laut gegen Nazis“- Konzert

Gegen 22.00 Uhr, kam es vor dem Jugendhaus zu einem Angriff von zirka zehn bis fünfzehn teilweise bewaffneten Neonazis aus dem Umfeld der Neonaziorganisation „Heidnischer Sturm Pforzheim“. Einige KonzertbesucherInnen stellten sich den angreifenden Neonazis entschlossen entgegen, so konnten viele der sehr jungen Fans (deren Durchschittsalter zwischen 12 und 16 Jahren lag) vor den Angreifern geschützt werden. Dabei kam zu einer körperlichen Auseinandersetzung, bei der es durch das brutale Vorgehen der Neonazis zu schweren Verletzungen kam, diese schlugen mit Flaschen und Knüppeln auf die Köpfe der Jugendlichen ein. Nach kurzer Zeit gab der Rädelsführer der Neonazis (Jonathan Stumpf) den Befehl „Kameraden Rückzug“, woraufhin diese sich entfernten, einer der Täter konnte von eingigen Anwesenden gestellt werden. Nach kurzer Zeit traf die Polizei ein und transportierte den bis dahin festgehaltenen Nazi ab, laut Zeugenberichten wurde dieser jedoch kurze Zeit später wieder auf freien Fuß gesetzt.

Dazu Pressesprecher des Bündnis Kritik und Aktion, Andreas Fries:
„Es ist ein Skandal, dass die Polizei schon seit Jahren systematisch solche Vorfälle verschweigt. Belege für das Verschweigen erheblich schwererer Straftaten sind vorhanden. Der dringend nötigen öffentlichen Auseinandersetzung wird somit bewusst aus dem Weg gegangen, während den Neonazis Raum zur Organisierung und Festigung ihrer Strukturen und ihrer menschenverachtenden Ideologie gelassen wird.“

Communique zur Demonstration am Samstag

Am Samstag, den 28. Juni veranstaltet das Jugendbündnis Pforzheim eine
Demonstration unter dem Motto „Gemeinsam gegen Nazis“. Beteiligt sind
die Jugendorganisationen von DBG, IG-Metall und ver.di sowie die Falken,
alert|a und die Linksjugend [’solid].

Die Demonstration ist eine Reaktion auf die zunehmenden Aktivitäten von
Neonazis im Pforzheimer Umland. So gab es in den vergangenen drei Monaten
einen Vortrg von bekannten Geschichtsrevisionisten mit über 100
TeilnehmerInnen, ebenso war ein Rechtsrock-Konzert in Birkenfeld
geplant, bei dem ca. 800 Neonazis erwartet wurden. Dies wurde jedoch von
der Polizei im Vorfeld aufgelöst. Einige kleinere Veranstaltungen in der
Region konnten weitgehend unbehelligt stattfinden. Es kam in Pforzheim
in den letzten Monaten auch zu mehreren Übergriffen der Neonazis.
Beispielsweise wurden zwei Jugendliche vergangenen Donnerstag nach dem
EM-Spiel der deutschen Mannschaft von Rechtsextremisten am Sedansplatz
angegriffen. Auch nahm eine größere Gruppe des „Heidnischen Sturm“ mit
Reichkriegsfahnen am deutschen Autokorso teil.

Max Kraft, Pressesprecher der Gruppe alert|a und Mitorganisator der Demonstration, dazu:

„Das immer offenere Auftreten und die zunehmende Aktivität von alten und
neuen Nazis in Pforzheim ist alarmierend. Deshalb fordern wir alle auf,
sich an der Demonstration „Gemeinsam gegen Nazis“ zu beteiligen. Nur
eine starke antifaschistische Jugendkultur kann der derzeitigen
Rechtsentwicklung langfristig Einhalt gebieten. Kein Fußbreit den
Faschisten!“

alert|a