Archiv für August 2009
Am 4. September findet in Dortmund anlässlich des neonazistischen „Antikriegstages“ eine libertäre und antinationale Vorabenddemo statt. Die Demonstration ist organisiert von der Anarchistisch-Syndikalistischen Jugend NRW und anderen linksradikalen Gruppen. Unterstützt von der FAU Region West will die ASJ eigene Akzente setzen und einer fehlenden libertären Perspektive im Ruhrgebiet entgegentreten!
Das kurze „warum überhaupt der 4. September?“
Antifaschismus ist seit jeher ein fester Bestandteil im Alltag von vielen jungen und älteren AnarchosyndikalistInnen, jedoch seltener konkret das Aktionsfeld von FAU oder ASJ als Organisationen.
„Allein dieser Fakt zeigt, dass es Zeitpunkte gibt, an denen wir nicht mehr nur als Einzelne die Antifa-Bewegung unterstützen, sondern selbst alle Kraft aufwenden müssen, um einem erstarkenden und aggressiven Neonazismus die Stirn zu bieten. Das ist in Dortmund eindeutig gegeben“ so ein Sprecher der ASJ Recklinghausen.„Wir müssen uns bewusst sein, dass die Etablierung unserer Politik erst mit der Lösung des Naziproblems in Dortmund und Umgebung erfolgreich sein kann, da aus diesen gewaltbereiten und aggressiven Strukturen eine tägliche Gefahr ausgeht, mit der sich die Menschen konfrontiert sehen.“

Eine Sprecherin fügt hinzu: „Ferner kann es einfach nicht sein, das antifaschistische Arbeit in Dortmund und dem Ruhrpott ausschließlich einen antideutschen Stempel hat. Wir setzen mit einer libertären und antinationalen Demonstration im Ruhrgebiet, die eigens versucht Menschen zu erreichen anstatt durch gewisse Gebärden eher abschreckend zu wirken, ein ganz eigenes und seltenes Zeichen.“
Für Libertäre spielt eine Auseinandersetzung mit Nationalismus und Krieg eine wichtige Rolle, und gerade aus anarchosyndikalistischer Perspektive sind sie reaktionäre Strömungen, die die kapitalistischen Verhältnisse aufrechterhalten und fruchtbaren Nährboden für Faschismus liefern.
Dortmund entwickelt sich zu einer Hochburg der Neonaziszene, und hier im besonderen dem der sogenannten „autonomen Nationalisten“ die den Stadtteil Dorstfeld komplett für sich als national befreite Zone beanspruchen. Angriffe auf die marginalen alternativen Treffpunkte und auf Menschen mit Migrationshintergrund oder als „Links“ deklarierte Menschen sind Alltag in Dortmund, daran ermahnt nicht zuletzt der Mord an den Punk Thomas „Schmuddel“ Schulz. Konflikte zwischen „Antideutschen“ und „AntiImps“ lähmten die Bemühungen um Antifa-Arbeit und schreckte viele AntifaschistInnen ab.
Die ASJ-NRW will hier mit der FAU den Grundstein legen, gegen die größte jährliche Demonstation „autonomer Nationalisten“ ein neues Zeichen zu setzen, und für eine eigene Position zu werben – antinational, klassenkämpferisch und libertär!
Auf nach Dortmund – gegen Krieg und Nationalismus!
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Action, Mond und Sterne… Sternenhimmel, Sommernacht, Waldrand…
Zelte, Diskussionen, Seminare…
Ein kleines Festival mitten im Wald.
Die Ruhe genießen und ihr selbstbestimmte Aktion entgegensetzen. An Utopien basteln, gemeinsam träumen und Pläne schmieden, vegan kochen und essen und für eine andere Welt üben. Jonglage, Poi, Slackline, Kräuter sammeln und den Wald erkunden, über Geschlechterverhältnisse diskutieren und mehr über die Kritik der politischen Ökonomie lernen.
Unser Wissen weitertragen, voneinander lernen.
Das alles natürlich bunt und selbstverwaltet und mitten im Sommer da träumt und zeltet es sich einfach leichter.
Parole: Uns bilden, andere bilden, Banden bilden!
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