Musste in das wenige Meter entfernte Cafe Havana verlegt werden
Am Donnerstag den 24.01 veranstaltet das Bündnis Kritik & Aktion um 19:00 Uhr im Kulturhaus Osterfeld einen Vortrag mit dem Titel: „Die Zukunft der Vergangenheit“ der Eintritt ist frei.
Mit dem Ende der Zeitzeugenschaft steht die NS-Vergangenheit an der Schwelle zu ihrer Historisierung. Die rot-grüne Geschichtspolitik nimmt das Gedenkjahr 2005 zum Anlass, ihre Meistererzählung vom erfolgreichen, zivilen und demokratischen “Weg nach Westen” der Bundesrepublik im Hinblick auf die zukünftig gewünschte weltpolitische Rolle Deutschlands zu aktualisieren.
Kern dieses vorgeblich postnationalen Narrativs ist nicht mehr die Negation der NS-Vergangenheit, sondern ihre Integration in die Erfolgsgeschichte der Vergangenheitsbewältigung, die den Gründungsmythos des vereinigten Deutschlands darstellt. Solcherart moralisch geläutert, rückt zum 60. Jahrestag des Kriegsendes die Rede von der Gleichrangigkeit der deutschen Opfern in den Mittelpunkt der geschichtspolitischen Auseinandersetzung um die künftige Deutungshoheit der NS-Vergangenheit.
Der Vortrag zeichnet die Grundlinien vergangenheitspolitischer Diskurse in Ost und West nach und fragt nach den Essentials linker Geschichtspolitik heute.
Die Referenten sind Mitarbeiter von Argumente – Netzwerk antirassistischer Bildung.